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Jedes Jahr die gleiche Scheisse…

„Alles neu macht der Mai“, lautet ein altes Sprichwort und folgerichtig ereilt uns daher zu jedem 1. Mai auch das zweifelhafte Vergnügen zu Erleben, wie Linksradikale, Autonome und auch Rechtsradikale auf den Straßen von Hamburg und Berlin Krieg spielen.

In diesem Jahr erreichte der Exodus der Gewalt jedoch eine neue Qualität, da „nur durch massiven Polizeieinsatz verhindert werden konnte, dass es Tote gegeben hat“, so der Einsatzleiter der Hamburger Polizei, Peter Born.

Wie kann es eigentlich sein, dass in jedem Jahr so ein Wahnsinn möglich ist? Wie kann es sein, dass ein wütender Mob sich durch die Straßen wälzt und eine Schneise der Verwüstung schlägt, während die Ordnungskräfte damit beschäftigt sind, für Deeskalation zu sorgen, um den Pöbel ja nicht zu reizen?

Die Maikrawalle sind zunächst mal ein Event linker Autonomer. Seit 1987 wird alljährlich in Berlin-Kreuzberg die Bevölkerung mit Terror drangsaliert, werden Autos angezündet, Scheiben eingeworfen, Geschäfte geplündert und, wie man es im Fachjargon nennt, „Bullen geklatscht“.

Die radikale Linke, welche in ihrer Gewaltbereitschaft übrigens den radikalen Rechten in Nichts nachsteht, gibt dabei vor, den Arbeiter, das Proletariat, zu vertreten, gegen die angeblich faschistoiden Machtstrukturen unseres Staates und gegen die Reaktion. Tatsächlich aber handelt es sich um Menschen, die oftmals nicht weiter als Ärger und Krawall suchen und sich als Legitimation gern unter dem Deckmäntelchen der politischen Notwendigkeit gegen die Zustände berufen. Denn wenn sie tatsächlich die „einfachen Leute“, die Arbeiter und Schwachen unterstützen, warum zünden sie dann alljährlich deren Autos an, schmeißen die Fensterscheiben ihrer Wohnungen und Geschäfte ein und versetzen ihre eigene Klientel in Angst und Schrecken?

Grundsätzlich ist es dem kleinen Arbeiter aus Kreuzberg nämlich nur schwer zu vermitteln, dass sein Auto, für das er hart arbeiten musste, der guten Sache zum Opfer gefallen ist und dem Anzünden seines Fahrzeugs leider keine Alternativen entgegenstanden.

Ebenso ist es dem Bürger im Allgemeinen langsam nur schwer verständlich zu machen, warum man so etwas in jedem Jahr erneut in den Nachrichten sehen muss. Wie kann es sein, dass ein paar gewaltbereite Chaoten es schaffen, die Staatsmacht für einen Tag in die Schranken zu weisen und so rechtsfreie Räume schaffen?

Die Sicherheitsorgane fahren seit einigen Jahren eine strikte Deeskalationsstrategie, weil diese sich angeblich als recht erfolgreich erwiesen hat. Mag sein, aber für wen eigentlich? Die Krawalle gehen dabei unvermindert weiter, aber es gibt dann wohl ein paar weniger schwer verletzte Polizisten, weil diese statt offensiv nur noch punktuell defensiv gegen die Chaoten vorgehen. Die Angst geht um!

Denn es ist doch so: Würden sich die Wanderfreunde Herne-Süd zu einer unangemeldeten Großdemonstration zusammenrotten und als einzige Störung den Verkehr behindern, so hätte die Polizei keine Probleme damit, diese nicht genehmigte Demonstration unverzüglich aufzulösen und die öffentliche Ordnung wieder herzustellen.

Bei den Maikrawallen droht dagegen ernster Widerstand, da deeskaliert man lieber vor sich hin, demonstriert dabei aber auch recht deutlich, dass das Löwengebrüll, wenn es darum geht zu betonen, dass der Staat nicht erpressbar und stark ist, nur vom Tonband kommt.

Heinrich Heine schrieb einst in seinem „Almansor“: “Das war ein Vorspiel nur, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ – Ein Zitat, welches sich bitter bewahrheiten sollte. In Abwandlung könnte man sagen: „Wo man zulässt, das Chaoten Autos verbrennen, brennen bald auch Menschen!“ – In diesem Jahr wäre es beinahe soweit gewesen!

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